25 Millionen Menschen verrichten Zwangsarbeit


Obwohl verboten, gehören Menschenhandel und Zwangsarbeit noch längst nicht der Vergangenheit an. Vielmehr werden unter dem Begriff „Moderne Sklaverei“ menschenverachtende Praktiken wie Kinderarbeit, Schuldknechtschaft, Zwangsheirat und Zwangsprostitution weiterhin angewendet. Um die betreffenden Menschen zukünftig davor zu schützen, haben die Vereinten Nationen (UNO) und ihre Sonderorganisationen mehrere rechtsverbindliche Übereinkommen geschlossen. Auch wenn die Moderne Sklaverei nichts mehr mit dem transatlantischen Sklavenhandel zu tun hat, bei dem es erlaubt war, Personen rechtmäßig zu kaufen, zu verkaufen und zu besitzen, findet derzeit eine Ächtung statt. Denn trotz Verbot finden Verkauf und Besitz von Personen nach wie vor statt. Meist im Verborgenen, weshalb niemand genau weiß, wie viele Betroffene es tatsächlich gibt. Internationale Arbeitsorganisationen schätzen jedoch, dass etwa 25 Millionen Menschen als Zwangsprostituierte, Minenarbeiter, Billigarbeitskräfte in Fabriken, in der Landwirtschaft oder in Privathaushalten ausgebeutet werden, wobei Kinderarbeit in dieser Betrachtung noch gar keine Beachtung findet. Sklaverei und Zwangsarbeit verstoßen gegen geltendes Menschenrecht, weil alle Menschen frei und gleich geboren werden. In dem von den Vereinten Nationen geschaffenen Menschenrechtsschutzsystem soll zukünftig verhindert werden, dass Personen, die sich aufgrund ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse in einer Zwangslage befinden, zu Tätigkeiten gezwungen werden, die eines Menschen unwürdig sind. Tätigkeiten, die durch Anwendung von Gewalt erzwungen werden.